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Königin des Hl. Rosenkranzes, Mörfelden

Karwoche und Ostern 2020

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn, liebe Kinder!

Wir gehen still durch diese Karwoche, wir gehen alleine oder mit unseren Familienmitgliedern. Aber wir wissen uns verbunden im gemeinsamen Gebet, und wir spüren schon: Dies ist eine besondere, eine heilige Zeit: Es ist SEINE Zeit! Wir erinnern uns an das Leiden und Sterben Jesu, des Herrn. Was mir persönlich immer wieder einfällt im Gebet und in der Meditation: Der Vater leidet mit dem Sohn! Gott erfährt durch seinen Sohn, der „wahrer Gott und wahrer Mensch“ ist (Glaubensbekenntnis), was es heißt, Todesangst zu haben im Garten Gethsemane, Schmerzen auszuhalten bei der Geißelung durch die Soldaten im Hof des Pontius Pilatus, das Sterben zu erleben, beweint zu werden im Schoß der Mutter und umringt von den wenigen Freunden und Verwandten. Und schließlich begraben zu werden, eine Leere, eine Ohnmacht und eine Orientierungslosigkeit zu hinterlassen.
Das alles durchlebt Gott in seinem Sohn Jesus Christus!

Und so kann er unsere Todesängste nun verstehen, unsere Schmerzen be-greifen, die Sehnsucht nach Leben während des Sterbens annehmen und jede Form des Trauerns teilen. Unser Gott ist ein Gott der Lebenden, nicht der Toten. Gott kann uns durch die Kraft seiner Liebe eine Antwort geben, die unser Begreifen zwar übersteigt, aber doch alles zum Guten führt. Kein Leid ist ohne Sinn – denn es wird von Gott geteilt. Kein Sterben ist sinnlos, denn es wird von Gott verwandelt.

Keine Trauer ist grenzenlos, denn es gibt sie – die Sonne am Ostermorgen, das Licht, das in ein leeres Grab scheint.

Diese Sonne des Ostermorgens wünsche ich Ihnen. Gottes Licht soll in Ihre Herzen scheinen und sie wärmen, mit einem Trost, der zu heilen vermag. Möge Ihnen der auferstandene Herr immer wieder den Alltag durchkreuzen und Sie fühlen und vertrauen lassen, dass ER lebt. Möge er Ihnen liebe Menschen an die Seite stellen, die Ihnen helfen, Gottes Fußspuren im Frühling zu entdecken. Die Natur blüht auf – in dieser Welt, und erst recht in seiner Welt.

Ihr Pfarrer Christof Mulach, Foto: jeffjacobs1990

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Liebe Mitchristen!


Als die amerikanischen Astronauten von der ersten Mondlandung zurückgekehrt waren, erklärte Präsident Nixon: „Das ist das größte Ereignis in der Geschichte der Welt seit den Tagen der Schöpfung.“ Auf diesen großspurigen Ausspruch erklärte der bekannte Volksprediger Billy Graham, das hätte der Präsident nicht richtig bedacht, denn die Geburt, der Tod und die Auferstehung Jesu Christi seien das größte und bedeutendste Ereignis der Weltgeschichte. Nun nähern wir uns wieder den wichtigsten Tagen unseres Glaubens, an denen wir das größte und bedeutendste Ereignis der Weltgeschichte feiern. Wir nennen diese Tage die „HEILIGE WOCHE“. 

So wichtig, dass wir uns durch Fasten, Gebet und Taten der Nächstenliebe vierzig Tage darauf vorbereitet haben. So kann Ostern kommen. Wie jedes Jahr feiern wir Christen im Frühjahr das Osterfest als den Höhepunkt des Jahres und erinnern uns jedes Jahr von neuem an das Zentrum des christlichen Glaubens, nämlich daran, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, von den Toten auferstanden ist und lebt. Das ist in unserer Gesellschaft, die nicht mehr christlich geprägt ist, schwer zu verstehen. Ein Weiterleben nach dem Tod ist für viele nur noch in der Erinnerung an den Toten möglich und in dieser Erinnerung an den Toten zünden wir eine Kerze an. Auch in unseren Kirchen steht eine zentrale Kerze, die Osterkerze, die wir in der Osternacht an dem Osterfeuer als Zeichenfür die Auferstehung Jesu entzünden.

Für uns Christen will diese entzündete Osterkerze aber nicht nur eine Erinnerung sein, sondern sie will uns deutlich machen, das Jesus Christus, der Auferstandene, in Ewigkeit lebt und wir Christen eingeladen sind, uns an dieses Faktum nicht nur zu erinnern, sondern es als das Glaubensereignis selbst zu bezeugen.

Frere Alois, der Prior der Ökumenischen Gemeinschaft von Taize, hat die Bedeutung, die Ostern für uns Christen hat, in folgende Worte gefasst: „An Christus glauben, glauben, dass er da ist, auch wenn wir ihn nicht sehen, glauben, dass er durch den Heiligen Geist in der Welt wirkt und in unseren Herzen wohnt, darin liegt das Wagnis, zu dem das Osterfest uns einlädt. So gibt die Auferstehung Christi unserem Leben einen neuen Sinn, und entzündet eine Hoffnung für die Welt.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gesegnete Kar- und Ostertage.

Pfarrer Andreas Omphalius

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Liebe Gemeindemitglieder,

in diesen Tagen steht uns ein Osterfest bevor, das anders sein wird, als die Osterfeste davor. Wir können nicht zusammenkommen, um gemeinsam zu beten, zu glauben und das Osterfest zu feiern. All das, was uns als Christen so wichtig ist. Doch egal, wie und wo wir das Osterfest feiern, die Osterbotschaft bleibt. Ostern bedeutet Leben, Ostern bedeutet Hoffnung! Und diese Hoffnung ist es, die all unsere Sorgen dieser besonderen Tage kleiner werden lässt. Denn inmitten unserer Ängste und Entbehrungen wird uns das Geheimnis der Osternacht geschenkt – die frohe Botschaft der Auferstehung Jesu. So wunderbar und hoffnungsvoll vermag sie es, uns auf dem Weg zum Heil zu leiten. Dass die kommenden Feiertage ihr Herz mit der österlichen Hoffnung zu füllen vermögen, das wünschen Ihnen und Ihren Familien alle Mitglieder des Pfarrgemeinderates.

Daniela Käfer ( PGR-Vorsitzende)

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Osterkommunion 2020

 

Seid gütig und barmherzig!

Lasst keinen je zu euch kommen, ohne dass er besser und glücklicher wieder geht!

Seid lebendiger Ausdruck der Güte Gottes!

In der Welt sind wir das Licht der Güte Gottes für die Armen,

für alle die leiden und einsam sind.

Gebt ihnen ein glückliches Lächeln!

Gebt ihnen nicht nur eure Fürsorge!

Gebt ihnen auch euer Herz!

 

Nach Mutter Theresa